Naturschützgebiet "Stäte" und Gemeinschaftsschulen Mitgliederversammlung CDU -Ortsverband am 10. Juni 2010
Im ersten Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung ging es um das Naturschutzgebiet „Stäte“ und der durchgängigen Wiederherstellung des unteren Naturweges.
Der Ortsverband verständigte sich darauf, eine Arbeitsgruppe aus dem Vorstand und Ortsverbandsmitgliedern zu bilden, welche sich dann konkret mit drei Schwerpunkten befassen soll:
- Klärung der rechtlichen Grundlagen für das Vorhaben, in Abstimmung mit dem Umweltamt, Forstamt und Stadt.
- Prüfung möglicher Eigenleistungen mit Bürgerbeteiligung.
- Ermittlung des finanziellen Aufwandes für die Sanierung der Brücke, Beschilderung und andere nicht in Eigenleistung machbare Arbeiten,
möglichst ohne Beanspruchung des städtischen Haushaltes.
Ein zweiter Tagesordnungspunkt war die Diskussion um die Frage von Gemeinschaftsschulen, auch im Landkreis Hildburghausen.
Dazu hat der Ortsverband folgende Meinung:
1. Wir haben ein gut ausgebautes und funktionierendes dreigliedriges Schulsystem ( Grund- und Realschule und Gymnasium), welches den Erfordernissen eines dünn besiedelten Flächenlandkreises entspricht und trotzdem noch ein wohnortnahes Lernen für unsere Kinder ermöglicht.
2. Das Projekt Gemeinschaftsschule ist aus der politischen Kompromissentscheidung zur Bildung einer schwarz- roten Koalition in Erfurt entstanden und nicht aus den praktischen Erfordernissen vor Ort.
3. Die Installierung von Gemeinschaftsschulen, neben dem bestehenden Schulsystem, würde das bestehende Schulnetz nachhaltig verändern und viele Investionen in bestehende Schulen damit grundsätzlich in Frage stellen.
4. Da die Gemeinschaftsschule auch die gymnasiale Stufe beinhaltet, kann sie nur mit einer größeren Schüleranzahl funktionieren und würde eine weitere, zusätzliche Aufgabe bestehender Schulstandorte zur Folge haben.
5. Der Ortsverband ist der Meinung, daß das jetzige Schulsystem, auch mit einem späteren Übergang zum Gymnasium, der Struktur unserer Region
besser entspricht, differenziertes Lernen entsprechend den
Vorraussetzungen der Kinder möglich ist und die Gemeinschaftsschule nicht zu einer qualitativen Verbesserung der Lernbedingungen führen wird. Auch die Integration von Förderschülern in die Gemeinschaftsschule führt nach Meinung des Ortsverbandes nur zu einem höherem personellem Aufwand, entspricht aber nicht der qualifizierten Förderung dieser Schüler.
6. Für den Ortsverband stehen die richtigen Rahmenbedingungen für das Lernen unserer Kinder im Vordergrund und nicht fragwürdige politische Entscheidungen zum Machterhalt aus Erfurt.
Andreas Mastaler
Fraktionsvorsitzender der CDU
aktualisiert von Thomas G. Marzian, 12.06.2010, 19:44 Uhr |